Was ist BDSM?

Die BDSM-Szene wächst stetig an und innerhalb dieser Gruppe wird offen über die sehr vielfältigen Fantasien gesprochen und es bietet sich Interessierten die Möglichkeit, sie auszuleben. Gegenüber der Gesellschaft sollte man allerdings vorsichtig sein, sich zu BDSM, das umgangssprachlich als SM oder Sado-Maso bezeichnet wird, zu bekennen. Die Toleranz zu diesen Praktiken ist nicht sonderlich hoch und schnell wird man als „Perverser“ abgestempelt.
Dabei entscheiden sich erwachsene Personen absolut freiwillig mit gegenseitigem Einverständnis dafür. Es bereitet ihnen Lust, Schmerzen zu spüren, sich zu unterwerfen oder zu dominieren. Fesselspiele, also Bondage, ist sehr beliebt, ebenso das Spiel mit der Peitsche und anderem sado-masochistischem Sexspielzeug. Innerhalb der Szene sind auch Rollenspiele weit verbreitet, wie etwa Kliniksex.
Die Personen, die BDSM ausleben, befolgen genaue Regeln, die der Sicherheit aller Beteiligten dienen. Vor einer sogenannten Session, in der diese sexuellen Handlungen stattfinden, wird in einem ausführlichen Gespräch abgesprochen, welche Methoden und Spielereien zum Einsatz kommen dürfen, wo die Grenzen der Einzelnen liegen und zusätzlich wird ein Safeword vereinbart. Dieses Safeword wird vom devoten Partner genannt, wenn für ihn eine psychische oder physische Grenze erreicht wurde. In diesem Fall wird die Session sofort abgebrochen. Falls die Fähigkeit zu sprechen des sich unterwerfenden Parts eingeschränkt werden soll, einigt man sich auf Zeichen, die durch die Augen oder Körperbewegungen angezeigt werden. Außerdem erfordern BDSM-Spiele ausreichende Kenntnisse in den Bereichen Anatomie und Psychologie, damit niemand davon Schaden nehmen kann. Das gilt insbesondere für Bondage, denn es gibt Körperstellen, die durch Fesselung dauerhafte Schäden der Nerven und Quetschungen hervorrufen können. Auch die Verwendung der Peitsche muss geübt sein, damit die Schläge so dosiert werden, dass der andere Lust empfinden kann und keine schweren Verletzungen entstehen.
Neulinge im Bereich BDSM sollten unbedingt mit erfahrenen Personen ihre ersten Erlebnisse verbringen, damit wirklich nichts schiefgehen wird. Gute Möglichkeiten bieten hier Domina-Studios oder Bordelle, in denen diese Praktiken durchgeführt werden. Wer mit seinem Partner zu Hause diesen Bereich von Sexualität ausprobieren möchte, dem ist zu raten, dass sie sich zuvor gemeinsam genau informieren und sich über ihre Fantasien, die ausgelebt werden sollen, ausführlich austauschen, damit es zu einem Vergnügen ohne Missverständnisse wird. Das wichtigste ist allerdings in jedem Fall von BDSM das vollkommene Vertrauen aller Personen zueinander und Sicherheit.
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