„Ring frei“ für den Vaginalring
Den „Kampf“ gegen ungewollte Schwangerschaften. Ihn wird es immer geben. Gerade jetzt in aufgeklärten Zeiten, in denen bei den meisten Paaren nicht die Fortpflanzung beim Sex im Vordergrund steht. Doch nun wurde mit dem Vaginalring eine neue Runde eingeläutet. Nun heißt es also „Ring frei“ für den ca. 54mm großen Kunststoffring.Vaginalring- was ist das?
Er ist noch einer der jüngsten im Kreis der hormonellen Verhütungsmittel. Noch ist die „Pille“ in puncto Beliebtheit & Benutzerhäufigkeit ungeschlagen. Der 54mm große Kunststoffring, der in die Scheide eingeführt wird, dort kontinuierlich die Hormone Östrogen und Gestagen freisetzt und mit der Freisetzung den monatlichen Eisprung verhindert, ist bei vielen in der Wahrnehmung noch nicht angekommen.
Dabei macht die Wirksamkeit des Vaginalrings dem absoluten sicheren „Verhütungschampion Pille“ durchaus Konkurrenz. Aber wie wirkt der Vaginalring genau? Welche Vorgänge laufen da in meinem Körper ab, wenn ich den Vaginalring eingesetzt habe?
Wirkungsweise des Vaginalrings
Endlich mal was anderes. So manche offene und experimentierfreudige Frau, die auf den Vaginalring umgestiegen ist oder nicht jeden Tag Pille(n) einschmeißen will, wird sich freuen. Denn sobald sie den Vaginalring- auch Nuvaring genannt- einmal von Ihre(m/r) Frauenarzt/ärztin verschrieben bekommen hat, muss sie sich nicht ständig Gedanken machen, ob sie was vergessen hat. Auch großartige Verrenkungen und lange Übung beim Einsetzen- wie beispielsweise beim Femidom- gehören mit dem Vaginalring der Vergangenheit an.
Leicht wie einen Tampon ist der Nuvaring blitzschnell in die Vagina eingeführt. Von dort kann er ungestört in den nächsten 21 Tagen seiner Arbeit nachgehen. Nämlich mit weiblichen Hormonen (Östrogen und Gestagen) den Eisprung verhindern. Wenn er dann seine Aufgabe in dieser Zeit erledigt hat, wird er entfernt und macht Platz für die Monatsblutung. Anschließend nach 7 Tagen beginnt das Spiel wieder von vorn.
Und das Tolle dabei: es wird nur eine äußerst geringe Dosis an Hormonen abgegeben, da die Hormone direkt durch die Schleimhaut der Scheide in die Blutbahn gelangen.
Vorteile des Vaginalrings
- Man muss nur 2 mal im Monat dran denken (beim Einsetzen und beim Herausnehmen)
- Durch die äußerst geringe Dosis an abgegebenen Hormonen kommt es kaum zu Nebenwirkungen =Somit ist der Vaginalring oftmals verträglicher als die Pille
- Erbrechen; Durchfall oder sonstige Magen-Darm Beschwerden gefährden den Verhütungsschutz nicht.
- Sollte Frau einmal vergessen nach 21 Tagen den Vaginalring zu entfernen, sondert der Ring bis zu 7 Tage noch Hormone ab, um die Verhütungssicherheit zu gewährleisten.
- Leichte und einfache Anwendung
- Sehr zuverlässige Verhütungsmethode (Versagerquote genau wie bei der Pille unter 1%)
Nachteile des Vaginalrings
- Er gehört mit 46,75€ für eine Dreimonatspackung nicht gerade zu den billigsten Verhütungsmitteln
- Scheidenreizungen und Ausfluss können bei einigen Frauen auftreten.
- In seltenen Fällen (beim Geschlechtsverkehr oder dem Einführen eines Tampons) kann der Ring aus der Scheide rutschen. Mit lauwarmen Wasser den Ring abwaschen und sofort wieder einsetzen lautet dann die Devise
- Sexuell übertragbaren Krankheiten (AIDS; Tripper etc.) ist er nicht gewachsen.
- Gelegentlich bekommt man den Ring beim „Akt“ zu spüren.
Der Vaginalring. Er ist also bestens geeignet für den Kampf gegen ungewollte Schwangerschaften. Und bevor er irgendwann mal am Boden liegt, testen doch auch Sie ihn.
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