Sexpuppen

Sexpuppen sind immer für ihren Besitzer da und sind allzeit bereit, außerdem bereiten sie eine Menge Freude. Während Frauen dann und wann über Migräne oder sonstige Wehwehchen klagen, kennt die Sexpuppe derartige Probleme nicht und zeichnet sich durch ihr recht gefügiges Wesen aus.

Bei Sexpuppen denkt Jeder als erstes an eine einfache aufblasbare, lebensgroße Puppe, die an verschiedenen Stellen über eine Körperöffnung verfügt. Bei weiblichen Puppen befindet sich die Öffnung meist im Mund- sowie im Vaginalbereich. Zur Luststeigerung wird bei vielen Sexpuppen ein Vibrator eingebracht. Männliche Puppen verfügen über einen aufblasbaren Penis oder werden häufig separat mit einem Dildo oder Vibrator verkauft. Wann die ersten Sexpuppen hergestellt wurden, ist leider nicht sicher nachweisbar. Fest steht jedoch, dass sie bereits seit den 70er Jahren aus Latex hergestellt werden. Während die normale Latex-Sexpuppe bereits für rund zehn Euro in Sexshops erhältlich ist, gibt es seit einigen Jahren eine Luxus-Ausführung von Sexpuppen. Sie haben auf den ersten Blick eine gewisse Ähnlichkeit mit Schaufensterpuppen. Aufblasbare Puppen sehen meist sehr unnatürlich aus, während die so genannte „Real Doll“ sehr viel Ähnlichkeit mit einer richtigen Frau hat. Männer können sich ihre Fantasie-Frau ganz nach ihren eigenen Vorstellungen zurecht bauen lassen. Mit großen oder kleinen Brüsten, blond, rot oder braun, als asiatische Kindfrau oder als farbige Rasse-Frau. Dass die Puppen nach den jeweiligen Männergeschmäckern hergestellt werden, hat natürlich seinen Preis.

Derartige Real Dolls kosten zwischen 7000 und 8000 Euro. Hergestellt werden sie meist in China. Der Aufwand bei der Herstellung dieser Puppen geht mittlerweile so weit, dass sogar die Atmung und die Körpertemperatur imitiert werden. Ebenso können einige Puppen einen recht realistischen Orgasmus vortäuschen.

Nachteilig bei den lebensechten Puppen ist jedoch, dass sie sehr sperrig sind und sich nicht einfach in einer Schublade verstecken lassen, wie ihr aufblasbares Vorgängermodell.

Ursprünglich wurden Sexpuppen als gelegentliches Hilfsmittel hergestellt, um beispielsweise ein kurzfristiges Singledasein zu überbrücken. Seitdem es die Real Dolls gibt, hat sich ein regelrechter Puppen-Fetisch entwickelt. Fraglich ist nur, wie es um die Psyche dieser Männer steht, die so viel Geld in eine lebensechte Sexpuppe investiert haben. Psychologen können die Damenwelt jedoch beruhigen, denn der Großteil der Männer benutzt die Puppe lediglich als Sex-Spielzeug, um sexuelle Fantasien auszuleben. Nur ein sehr geringer Prozentsatz der Männer benutzt die Puppe, um eine fehlende Partnerin zu ersetzen. Erst in diesem Fall wird es bedenklich, da diese Männer oft nicht mehr in der Lage sind, eine gesunde Beziehung zu Frauen zu führen.

Wer die Puppe als Partnerersatz empfindet und in ihr ein menschliches Wesen sieht, sollte sich Gedanken machen und gegebenenfalls das Gespräch mit einem Psychologen suchen. In diesem Fall könnte es sein, dass eine schwere psychische Störung vorliegt. Solange Männer ihre Sexpuppe nur zur sexuellen Stimulation benutzen, braucht „Frau“ sich keine Gedanken zu machen. Schließlich werden Single-Frauen, die einen Dildo oder Vibrator benutzen, um sich sexuell zu befriedigen, auch nicht gleich eine psychische Störung angehängt.

Warum sollen Sexpuppen, die dem Menschen eine Freude machen, nicht auch für Tiere gut sein? Seit kurzer Zeit werden Sexpuppen sogar für Hunde hergestellt, die so genannten „Hotdolls“. Im Handel sind sie in zwei unterschiedlichen Größen erhältlich und sollen Rüden eine Freude machen. So hat das Gerammel von Sofakissen, Decken und Schuhen ein Ende.


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